Generation, Jahrgang,  Politik, Gesellschaft

Schweiz: demografischer Wandel durch Babyboomer

Der Schweiz geht es nicht besser als Deutschland. Jedenfalls mit Blick auf die Babyboomer Generation. Unternehmen wollen Stellen schaffen, finden aber nicht genug Mitarbeiter. In den nächsten fünf Jahren gehen die geburtenstarken Jahrgänge 1946-1964 in Rente. Unsere Rente heißt dort Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV). Renteneintrittsalter für Frauen liegt bei 64 Jahren und für Männer bei 65 Jahren. Die wichtigsten Punkte aus einem Beitrag des SRF:

Ausgangslage:

  • „Die Bevölkerung im Erwerbsalter zwischen 20 und 65 Jahren wird laut Bundesamt für Statistik zwar in den nächsten Jahren weiter wachsen, aber immer mehr Beschäftigte möchten Teilzeit arbeiten. Und gerade viele Frauen tun dies auch.“

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund

  • verweist darauf, daß „zahlreiche Leute, die heute schon länger arbeiten müssen. Einfach, weil die Rente nicht reicht.“
  • Derzeit gebe es in der Schweiz 200.000 Erwerbslose, das sind 4 Prozent der Erwerbsbevölkerung. Im historischen Vergleich sei das viel.
  • Forderung an die Arbeitgeber:  „Sie müssen Ältere einstellen und sie müssen auch Leute anstellen, die sie erst ausbilden müssen, bevor sie produktiv sind.“

Der Schweizer Arbeitgeberverband

  • unterstützt die politischen Pläne für mehr Kinderbetreuung
  • Zusage an die Gewerkschaften: „Die Arbeitgebenden werden sich bemühen, dass sie den Wünschen den Arbeitnehmenden vermehrt nachkommen können. Das müssen sie auch, weil sie im Wettbewerb mit anderen Unternehmen stehen. Wenn sie aber höhere Löhne zahlen müssten oder in die Bildung investieren müssten, dann kosten unter Umständen viel. Darunter leide die Wettbewerbsfähigkeit.“

Fazit:

  • „Die Arbeitgebenden müssen sich um Beschäftigte bemühen und das wird auch in den nächsten Jahren so bleiben.“

Quelle: Demografischer Wandel – Der Wohlstand braucht mehr Arbeitskräfte – News – SRF

sro 25.01.23