Altersgerecht Wohnen,  Politik, Gesellschaft

Grosse Wohnung, große Probleme

Die Generationen Y und Z ziehen aus, aber die Babyboomer bleiben – in ihrer tendenziell freistehenden zweistöckigen, durch die vielen Fenster lichtdurchfluteten, womöglich gar auch noch unterkellerten Villa. Achtung; was nun folgt, ist Bildbeschreibung, nicht Textkritik 🙂

Zum Haus gehört offensichtlich auch noch ein Garten mit Enkel-Schaukel. Kein Wunder, dass das dezent gekleidete Silberlocken-Paar zwar zerfurcht, aber keineswegs zerknirscht, also tendenziell selbstzufrieden in die Kamera des Fotografen schaut, dessen Foto diesen Artikel begleitet:

ttps://www.welt.de/politik/deutschland/plus242687647/Grosse-Wohnung-wenig-Miete-Was-Babyboomer-mit-der-Wohnungsmisere-zu-tun-haben.html

Die auf dem Foto seien „prototypisch“ für eine ganze Menge Babyboomer, die derartigen Luxus auch noch zu kleinen Miet-Preisen genießen, weil Alt-Mieten einfach niedriger sind als neue. Wer will da umziehen? Zu wenige.

Abgesehen davon, daß zwei Drittel der Babyboomer in Eigentum wohnen, das sie einfach nicht verkaufen wollen, wie wir auch in diesem Artikel erfahren.

Die „Welt“ hat sich mit Boomern aus der Branche unterhalten, die Böses ahnen: die Justizminister arbeiteten am Projekt „Bestandsschutz für günstige Mieten bei Umzug in kleinere Wohnung“. Die Welt-Autorin nennt das „eine Zeitbombe für den Wohnungsmarkt“.

Boomer mit niedrigem Blutdruck wird die vollständige Lektüre empfohlen. Nachzulesen hinter einer Paywall.

ps: Fast ebenso aufschlussreich wie der Artikel ist die Studie „Aging in Place“ des Berlin Institutes. Diese kann kostenlos downgeloadet werden.

Quelle:

https://www.berlin-institut.org/studien-analysen/detail/ageing-in-place

sro 26.12.2022